«from the Latin taking care» # Menschen die Werke aussuchen und anderen Menschen präsentieren. Eine alte Kunst, welche mit immer mächtigeren Algorithmen langsam in Bedrängnis geriet. Google ist ein Vorreiter und Experte auf Algorithmen. Nur normal, dass Apple einen anderen Weg geht und nicht versucht auf Googles Heimfeld zu konkurrenzieren. Für Apple Music werden bekannte Experten engagiert, die Musik scannen und im hauseigenen Radio «Beats 1» publizieren.
«Connect» in der Kritik # Mit iOS 8.4 kam auch Apple Music welches reichlich kritisiert, gelobt und analysiert wurde. Selber nicht sonderlich Musik-Affin spare ich es mir momentan noch und vertraue auf meine Offline-Musik.
Dave Whiskus, iOS-App-Designer, Podcaster und anscheinend auch Musiker, schaute sich allerdings «Connect» an. Ein Service, der gemäss Apple Bands und Musikern dabei helfen soll, sich mit ihren Fans zu verbinden. Dave prüfte das Versprechen und fand allerlei Ungereimtheiten. Eigentlich nicht der Weekend-Reader-Rede wert, doch der Artikel fand etwas Gehör. Trent Reznor, bekannter Musiker und nun Apple-Manager antwortete auf die Kritiken.

Auf vielfachen Wunsch # Der CEO von Evernote Phil Libin stand Rafael Zeier Rede und Antwort. Der Artikel erschien, zu recht, mehrfach in meiner Twitter Timeline. Er spricht über seine Suche nach dem Nachfolger, die Produktvisionen von Evernote und eben auch über Ansätze plattformübergreifend zu entwickeln:
Wenn man sagt, es kommt nicht darauf an, ob es ein Fernseher, ein Telefon, eine Uhr, iOS oder Android ist, dann bekommt man den kleinsten gemeinsamen Nenner. Noch nie wurde qualitativ hochstehende Software so entwickelt. Man bekommt Dinge, die sich unförmig und unpassend anfühlen.

Apple Watch Erfahrung einer «Taubblinden» # Wie befreiend kann eine Apple Watch und die belächelte Telefoniefunktion für Behinderte sein? Sehr befreiend wie uns Molly Watt erzählt. Hat nur am Rande mit der Apple Watch zu tun, ehrlicherweise kann sie das selbe auch mit dem iPhone machen, aber es zeigt die Wichtigkeit des Kontexts. Kein Gerät aus der Tasche fischen zu müssen kann ein Riesenvorteil sein.
Mit dem Umzug in ein ruhiges Häuschen (der korrekte Begriff ist Doppelhaushälfte) stellten sich neue Fragen. Die ruhige Lage zum Beispiel. Perfekt um an einem sonnigen Tag die Ruhe fernab von Eisenbahn- oder Strassenlärm zu geniessen. Ein paar Vögel zwitschern im Baum. Ein paar Kindern spielen in den Strassen. Leise, wie es sich für Kinder in ruhigen Quartieren gehört.
Die Ruhe hat aber auch ihre Tücken. Völlig unbeobachtet könnten sich die berüchtigten Einbrecherbanden an unseren Türen zu schaffen machen. So jedenfalls der Berater einer lokalen Sicherheitsfirma. Es gehe bei Einbrüchen heutzutage nicht um den Verlust von Geldwert, der sei versichert, sondern um den Verlust des Sicherheitsempfinden. Ich liess mich also auf ein Beratungsgespräch ein und ging mit dem Berater durchs Haus um die Anbringung von Tür- und Fenstersensoren zu besprechen. Wir haben Familie in Südafrika. Das abendliche Aktivieren der Alarmanlage ist also eine gewohnte Tätigkeit. Die Beratung war wirklich gut. Im oberen Stock seien keine Sensoren notwendig, da der Aufwand zu hoch sei in diese Höhe zu kommen. Bewegungssensoren seien nicht mehr so erwünscht wegen Katzen und Kindern, etc. Keine blosse Verkaufsshow sondern wirklich auf die Gegebenheiten angepasste Ausrüstung. Preislich bei etwa 10’000.-. Ein vermutlich ursolides, leistungsfähiges und langlebiges System. Industriegeräte halt.
Samsung bietet mit Knox eine Reihe von Sicherheits- und Verwaltungsfunktionen für Unternehmen. Apple bietet ähnliches als Teil von iOS. Ausgereifte Funktionen, welche viel Entwicklungsarbeit bedingen. All dies um im grossen Markt der Unternehmensinformatik einen Stand zu haben. Moment, gross?
Welches waren denn letztzhin grosse Unternehmensbeschaffungen über die berichtet wurde:
120’000 iPads, 100’000 iPhones und 200’000 iPod Touches für die amerikanische Armee
Barclays Bank kauft 8’500 iPads
Es gibt weitere. Meist in der Grössenordnung 10’000 bis 100’000.
Dem Gegenüber stehen die Gesamtverkäufe der grossen Hersteller Apple und Samsung:
Das Büchler Reifegradmodell [1] Oha, jetzt aber.
Ein Reifegradmodell unter Berücksichtigung der Einstiegshürden und der Adaption. Der Einsatz dieses Modells soll der Erklärung von Phasen und damit verbundenen Rahmenbedingungen und Möglichkeiten dienen.
Im Alltag stosse ich öfters auf Artikel oder Diskussionen welche die vor- oder nachgelagerten Phasen eines Reifegradmodells ausser Acht lassen. So versteifen sich Diskussionen auf ein Fragment des Diskussionsgegenstands und verpassen das, in grosse Anführungszeichen zu setzende, ‘Big Picture’. Das Modell ist keine wissenschaftliche Arbeit sondern eine ‘unfertige Idee’ welche etwas fertiger ist als sonstige Dinge die ich eher auf consumerized.net veröffentliche.
Die drei Reiter der ITkalypse verhindern jegliches Vorwärtskommen. Sie wirken zum Teil gegen aussen äusserst aktiv und innovativ, bewirken aber nüchtern, über Jahre betrachtet nichts. Die Mehrjährigkeit macht es schwierig zu erkennen. Sind wir doch als Informatiker unterjocht von der rasch ändernden Technologie und der damit verbundenen ständigen Hinterfragung unserer Lösungen.
Diese Aufstellung soll helfen die Muster zu erkennen. Sie ist durchaus mit einem starken Zwinkern zu lesen. Ähnlichkeiten zu real existierenden Personen sind rein zufällig oder vollkommen beabsichtigt. Ich erlaube mir den Seitenhieb auch im Wissen, dass ich sehr genau dem einen Reiter entspreche.
Ich beobachtete eine Szene in meinem morgendlichen Transport von Murten nach Bern. Im Lötschberger der BLS öffnete ein älterer Herr die Türe zur ersten Klasse durch Druck auf den dafür vorgesehenen und reichlich markierten Knopf. Eine User Experience die ich als leicht besser taxiere als das komische Fuchteln das man auf den längeren Strecken der SBB in den Doppelstöckern jeweils beobachten kann1.
Beim Schliessen der Türe geschah aber das Verwunderliche. Der Herr versuchte wie wild, mit diversen Manipulationen des Knopfes und sogar dem Versuch physischer — na ja Gewalt zu schreiben wäre in seinem Alter etwas übertrieben — physischem Effort, die Türe wieder zu schliessen. Völlig zwecklos und unnötig. Die Türe schliesst sich nach einer kurzen Wartezeit von selber wieder.
“It embodies the notion of hardware and software really pushing each other”
Steve Ballmer, CEO Microsoft im Juni 2012 bei der Vorstellung des ersten Surface Tablet. Es war der Beginn eines neuen Wegs den Microsoft ging. Weg vom reinen Angebot von Software, hin zur Herstellung und zum Vertrieb von Hardware. Die alten Lehren der Computerindustrie wurden in den vorangehenden Jahren völlig umgekehrt1. Mobile hatte andere Regeln. Der Consumer-Markt hatte andere Regeln. Microsoft verlor nach und nach an Relevanz und Zukunftsaussichten. Aus einem “Partnerbusiness” kommend, wurde der Schritt zur eigenen Hardware kritisch beäugt. Hardware-Hersteller die bisher in Ko-Existenz mit Microsoft lebten, hatten plötzlich Konkurrenz zu fürchten. Ballmer versicherte immer, dass Surface nur ein Vorstoss sei um die Möglichkeiten der Hardware zu zeigen. Die Grenzen zu erreichen und zu verschieben.